Fazit
Mir gefällt Rift richtig gut! Weil das Weltdesign stimmig ist, der Vereinfachungshammer nicht zugeschlagen hat und der Weg bis auf Stufe 50 genau richtig lang dauert. Wäre es zeitgleich mit Aion im September 2009 herausgekommen, hätte ich es klar bevorzugt – nicht nur, weil PvE hier besser zur Geltung kommt: Gerade das umfangreiche Klassen/Seelensystem sowie die dynamischen Events heben es von der Konkurrenz ab, bringen aber auch Nachteile mit sich. So ist das Klassensystem zwar flexibel und offen, aber die tatsächliche Effektivität der Seelenmischungen unterscheidet sich aufgrund des Korsetts der typischen Rollen nicht so stark. Darüber hinaus hat man sich nach einiger Zeit an den Rissen satt gesehen, kann sie aber immerhin ignorieren. Wesentlich störender ist das Kampfsystem, das sich trotz taktischer Fertigkeiten zu statisch anfühlt. Hinzu kommt ein Questsystem, das mit dröger Inszenierung und meist uninspirierten Aufgaben daherkommt – das macht die Konkurrenz viel besser. Doch zum Glück ergänzen sich dynamische Ereignisse und Quests, bevor der richtig gute Endgame-Content mit seiner motivierenden Ausrüstungsspirale greift – sei es PvE oder PvP. Rift ist innerhalb der Online-Rollenspiele zwar nicht der erhoffte große Schritt nach vorne, aber eine clevere Mischung aus bekannten Strukturen sowie frischen Impulsen – und damit leistet es mehr als viele andere Abenteuer der letzten Jahre.
Wertung
Klassisches Online-Rollenspiel mit tollem Charaktersystem und dynamischen Events, aber drögen Quests und antikem Kampfsystem.
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