Sie wähnten sich in Sicherheit… die Wenigen, die der großen Seuche im Jahr 2060 entfliehen konnten. Ihr Preis: Jetzt kämpfen sie auf dem Mars gegen Abtrünnige und Monster. Sie haben den Kontakt zur Kolonie verloren, die sie „Hauptstadt“ nennen. Acht Soldaten sollen deshalb nach dem Rechten sehen – acht Kämpfer, die im Onlinespiel zusammenkommen, um gemeinsam durch die Hölle zu gehen.
Die meisten Partien enden mit „Game Over“. Anfangs jedenfalls, wenn man noch nicht im Blut hat, wie sich ein paar Kämpfer gegen die immer stärkeren Angriffswellen mächtiger Kreaturen wehren sollen. Wenn man noch nicht weiß, welche Rolle der eigene Soldat übernimmt, mit welchen Fähigkeiten man ihn ausstatten will und wie er effektiv mit anderen zusammenarbeitet.
„Anfangs“… in den ersten paar Stunden, vielleicht sogar länger, ist man hoffnungslos unterlegen. Danach beginnt ein packender, taktisch anspruchsvoller Überlebenskampf!
Dauerautomatik
The Red Solstice ist kein Actionspiel. Die Geschütze rattern zwar am laufenden Band, die Steuerung gleicht aber der eines Action-Rollenspiels wie Diablo: Der eigene Kämpfer läuft zum angeklickten Wegpunkt und beschießt auf Knopfdruck anvisierte Gegner. Ein markanter Unterschied trennt das Spiel allerdings vom blizzardschen Knopfdruck-Gewusel, denn wahlweise zielt der Soldat automatisch auf nahende Feinde.
Praktisch ist das, wenn die eigene Position mal wieder von Zombies, Höllenhunden oder trollartigen Riesen überrannt wird und spätestens dann, wenn man in Ruhe Schränke durchsuchen, Fähigkeiten einsetzen, Minen
legen oder andere Gegenstände nutzen möchte. Das wichtige Dauerfeuer wird also nicht unterbrochen, während alle taktische Optionen zur Verfügung stehen.
50 Minuten in der roten Hölle
Eine gute Dreiviertelstunde lang müssen bis zu acht Spieler überleben. Ihr Ziel: so viele Missionen wie möglich erledigen und rechtzeitig das Evakuierungsgebiet erreichen. Die Aufgaben reichen vom Zerstören kontaminierter Behälter über das Entschärfen eines Sprengkopfes, das Bekämpfen von Rebellen oder Befreien eines Gefangenen bis hin zum Aktivieren aller Verteidigungsanlagen. Sie müssen nicht erfüllt werden! Das Einschalten der Geschütztürme ist allerdings aus offensichtlichen Gründen erstrebenswert und das gilt auch für viele andere Aufgaben.
Die sechs grafisch und spielerisch sehr ähnlichen Einsatzgebiete ändern sich dabei nicht, lediglich die Anordnung der Missionsziele variiert. Auf dem Weg zu den Markierungen kämpft man daher gegen die immer gleichen, schnell stärker werdenden Gegnerwellen, um am Ziel auf „Benutzen“ zu klicken. Das ist immer spannend und selbst auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad verdammt anspruchsvoll! Viel Abwechslung erlebt man aber nicht.