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Super Mario 3D World + Bowser’s Fury (Plattformer) – Katzenmario & Wutbowser

Gut sieben Jahre hat Super Mario 3D World schon auf dem Buckel: Nun kehrt der Wii-U-Platin-Hüpfer auf Switch zurück und bringt mit Bowser’s Fury ein ausgewachsenes Zusatz-Abenteuer mit. Kann die Katzen-Kombo die hauseigene Hüpf-Odyssee vom Jump’n’Run-Thron stoßen? Die Antwort gibt es im Test.

© Nintendo / Nintendo

Wasser-Taxi


Also hat man nun eine weitläufige Wasserwelt vor sich, aus der sich etliche Inseln erheben – Inseln natürlich nicht im Sinne eines Far Cry oder Assassin’s Creed Odyssey, sondern in Mario-Manier, spricht aus Plattformen, Brücken, hohen Blöcken und noch wilderen Konstruktionen gebaut. Mal gibt es schmale Wege zwischen den Eilanden, mal muss Mario einfach ein paar Meter schwimmen, mal empfiehlt es sich, ein Wasser-Taxi zu nutzen. Der in 3D World eingeführte Drache Plessie wartet an fast jeder Wasserkante und kann wie ein Speedboat benutzt werden, um über den Ozean zu preschen – weil sich so auch kleinere Zusatz-Inseln erreichen lassen und obendrein ein paar Rennspiel-ähnliche Challenges mit Plessie warten, empfehlen sich regelmäßige Abstecher mit dem niedlichen Reit… äh Schwimmtier. Das wichtigste Element sind aber die Katzen-Insignien, die Mario für das Absolvieren der Aufgaben auf den Hauptinseln erhält – mal muss man „lediglich“ ganz nach oben zu einem Turm gelangen, mal einer anderen Figur hinterherjagen oder alle blauen Münzen in einem Zeitlimit einsacken. An vielen Stellen verbirgt sich auch eine Insignie hinter sogenannten Wutblöcken – die kann Mario allein nicht zerstören, hier kommt der Namensgeber der Zusatzepisode ins Spiel.


Bowsers x Godzilla

 

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Im neuen Foto-Modus kann man nicht nur tolle Momente festhalten, sondern diesen auch mit Stempeln verzieren. © 4P/Screenshot
Alle paar Minuten nämlich taucht ein gigantischer Bowser aus seiner brackigen Tintenpfütze im Zentrum der Welt und stürzt diese ins Chaos: Wind und Regen peitschen euch ins Gesicht, überall fallen rot glühende Plattformen vom Himmel und der Riesendino selbst attackiert mit einem gewaltigen Feueratem. Gelingt es euch, in dieser Zeit eine Katzeninsignie zu holen (vielleicht ja hinter den Wutblöcken, die Bowsers Feuerstoß zerstören kann), ist der Spuk vorbei und der Wüterich für ein paar Minuten verbannt. Wer gerade keine Insignie vor der Nase oder schlicht keine Lust hat, einen Hüpf-Abschnitt zu bewältigen, während Bowser das Unterfangen erschwert, der versteckt sich einfach für gefühlt eine Minute, bis Bowser auch ohne euer Zutun das Weite sucht. 

 

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Vielsagendes Bild: 1. Bowser Jr. ist stets an Marios Seite unterwegs. 2. Die Türme, wie der im Hintergrund, nehmen eine zentrale Rolle ein – um sie herum sind viele Hüpfparcours gebaut. 3. Sogar die Bäumchen haben Ohren im Zusatzinhalt Bowser’s Fury. © 4P/Screenshot
Mein Problem an der Sache: Ich finde dieses Feature nervig! Ich habe keinen Bock auf das Regenwetter, kann Bowsers Attacken nicht brauchen und bin vor allem von deren Penetranz und Regelmäßigkeit genervt. Vor allem in der zweiten Spielhälfte der Erweiterung wurde dieses für Nintendo-Verhältnisse wenig durchdachte und auch noch von Rucklern getrübte Spielelement zum Ärgernis – weswegen ich Bowser’s Fury unterm Strich ein etwas verhalteneres Zeugnis ausstellen muss. Auch die Bossduelle mit dem Wüterich sind nur ordentlich: Wann immer Mario nämlich eine bestimmte Anzahl Insignien erreicht hat, wird in der Spielwelt eine Katzenglocke aktiviert, die Mario auf Augenhöhe mit Bowser bringt. Dann kämpfe ich für kurze Zeit mit einem riesigen, golden leuchtenden Mario-Katze gegen Mega-Bowser – was natürlich an Japans legendäre Monsterfilme oder die pixeligen Spieleklassiker Rampage und King of Monsters erinnert.