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Splatoon (Shooter) – Es wird bunt auf der Wii U

Nintendo will Farbe in den Shooter-Alltag bringen: In Splatoon dienen die Farbspritzen nicht nur als Waffe, sondern sauen auch die Arenen mit der Farbe des eigenen Teams ein. Auf Knopfdruck kann man sogar durch die Lache tauchen, um den Gegner wie aus dem Nichts mit der fetten Malerrolle platt zu kloppen. Ein buntes Fest der Schadenfreude?

© Nintendo / Nintendo

Update zum Online-Modus vom 2. Juni 2015:



Nachdem wir uns am Wochenende ausgiebig im Einsteiger-Modus Revierkampf ausgetobt haben, sind wir heute noch in den frisch veröffentlichten Modus Herrschaft eingetaucht. Nur wer sich bereits auf Level 10 hochgekämpft hat, darf in der neuen Spielvariante mitmischen. Sie läuft nach komplett eigenen Regeln ab und beeinflusst den zweiten Rang der Figur, der bei schlechten Leistungen auch fallen kann. Neben der Schnellfeuerwaffe N-ZAP ’85 ist mit dem Heilbutt-Hafen auch eine neue Arena im Update enthalten. Der neue Modus Herrschaft funktioniert ähnlich wie in anderen Shootern. Hier muss man die ein bis zwei neutralen Zonen allerdings mit seinen Waffen einfärben, um ihn einzunehmen. Durch diesen Kniff sowie die eigenwilligen Splatoon-Mechaniken entfalten sich erfrischend neue Taktiken, die sich auch je nach Ausrüstung ändern. Stürme ich so schnell wie möglich zur Zone? Oder lege ich vor dem Zielgebiet erstmal einen großräumig farbigen Rückzugsraum an, in den wir zur Not flüchten können?
 
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Kein monotoner Gebäudestreich-Simulator: Das Einfärben und Abtauchen spielt sich erfreulich frisch und dynamisch. © 4P/Screenshot
Wenn ich zunächst ein wenig den Boden anmale, lädt sich außerdem meine Spezial-Attacke auf. Danach kann ich meine Feinde z.B. genüsslich mit einer Kurzstreckenrakete aus dem Ring sprengen, damit wir blitzschnell nachsetzen und uns die Zone mit vereinten Kräften unter den Nagel reißen können. Wenn in der Mitte die Action tobt, kann es auch sinnvoll sein, sich auf den schmalen äußeren Pfaden am Gemetzel vorbei zu schleichen und dort ein wenig „bunte Infrastruktur“ aufzubauen. Danach postiere ich mich auf einer Scharfschützen-Plattform und zersplattere die Eindringlinge aus der Luft – was für ein Spaß!
 
Das flutscht ja prima!
 
Ein Großteil der Motivation von Splatoon rührt daher, dass sich die Tauch-Mechanik so gut anfühlt. Es ist fast so, als würde ich mir wie in der Kindheit meine eigene Seifenrutsche bauen, auf der ich danach frei herumschliddern kann. Das Prinzip fühlt sich dynamischer an als in klassischen Deckungs-Shootern, da ich fast überall meine eigenen Schutzzonen schaffen kann. Außerdem muss ich auch als Tintenfisch in Bewegung bleiben, da ich bei weitem nicht so sicher bin wie hinter einer Mauer und jederzeit einen Schwall feindlicher Farbe auf die Rübe bekommen kann.
 
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Politisch korrekte Farbschlacht: Geschlecht und eine Reihe von Hautfarben lassen sich zu Beginn auswählen und jederzeit wechseln. © 4P/Screenshot
Auch die an Klamotten gebundenen Perks passen gut zum Arcade-Prinzip, da sie zwar Feintuning ermöglichen, aber nicht zu intensiv in die Chancenverhältnisse eingreifen. Eine Mütze bringt mir z.B. mehr Zähigkeit und einen dezent ergiebigeren Tank. Wenn ich sie eine Weile einsetze, levelt die Kleidung auf und schaltet einen weiteren Effekt frei. Auch Oberteile, Schuhe und Beinkleider stehen zur Wahl und motzen die Fähigkeiten leicht auf. Wer beim Einkleiden nur auf die Funktionen achtet, sieht modisch aber schnell ziemlich albern aus. Auf dem Schwarzmarkt kann man sich übrigens ebenfalls Accessoires bestellen. Sprecht dazu einfach den vertrauenswürdigen jungen Herren in der Seitengasse an und redet danach mit einem Mii, dessen Outfit euch gefällt.