Es gibt viel zu tun – packen wir’s ein!

Der Multiplayermodus unterscheidet sich vom normalen lediglich dadurch, dass man nicht allein im Himmel unterwegs ist. Es gibt keine echte kooperative Komponente. © 4P/Screenshot
Zum einen kann man sich an Einsätzen versuchen: Kunstflüge machen, jemanden von A nach B transportieren, einen Fotografen von einem knipswürdigen Punkt zum nächsten fliegen, einen Hindernisparcours durchrasen, Checkpunktflüge absolvieren oder als Flieger der Küstenwache einen verschwundenen Kajakpaddler finden und retten. Innerhalb der Missionen gibt es viele, gut platzierte Checkpunkte, so dass man nach einem Crash nicht wieder von ganz vorn anfangen muss. Zum anderen warten jede Menge „Aerocaches“. Das sind Pendants der gegenwärtig so modernen Geocaches, nur eben nicht unter, sondern über der Erde. Auf die stößt man entweder per Zufall (fliegt man nahe genug an einem vorbei, wird man darauf hingewiesen), oder man sucht gezielt danach. Zu jedem Aerocache gibt es einen Hinweis, den Rest soll man sich per Internetrecherche selbst zusammengoogeln und dann drauflos flattern – wobei ein Sensor optional noch die relative Entfernung zum Aerocache anzeigt.

Im Gegensatz zu X-Plane 10 und Co. ist hier tatsächlich auch ein Spiel enthalten: Man kann sich die Zeit mit Einsätzen, Herausforderungen und der Jagd nach Aerocaches vertreiben. © 4P/Screenshot
Der schöne Schein
Dabei muss man nicht allein sein, denn es gibt ja den Mehrspielermodus: Aktiviert man diesen (entweder frei für alle oder nur für die Freundesliste), tummeln sich über kurz oder lang bis zu 15 weitere Piloten mit auf dem Server – das war’s. Man kann mit ihnen chatten (per Text oder Mikro), aber echte Kooperation in Form spezieller Missionen gibt es nicht. Das Schweben durch die Lüfte Hawaiis wird von einem sehr angenehmen und unaufdringlichen Tribal-Soundtrack begleitet, der die Hoffnung weckt, dass der König der Löwen hinter einer Ecke hervor maunzt.
Der MSF hat einen großen Vorteil im Vergleich zu X-Plane 10: Er simuliert nur einen sehr kleinen Teil der Welt – dementsprechend detailliert ist Hawaii auch geraten. Aus großer bis mittlerer Höhe sind die Inseln eine Freude für die Augen, detailreiche Städte und Wälder verzieren die Landschaft, das Wasser glitzert und plätschert entspannt vor sich her. Die Maschinen sehen sowohl von innen als auch außen sehr gut aus, kleine Details wie Kratzer in den Scheiben werden ebenso dargestellt wie Echtzeit-Schatten in den Cockpits.

Sind die Japaner wieder da? Die Wolkendecke erinnert an heftigen Flakbeschuss. Auch unten ist nicht alles heile Welt: Simulator-typisch sollte man nicht zu allergisch auf Matsch-Texturen reagieren. © 4P/Screenshot

