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Final Fantasy 13-2 (Rollenspiel) – Final Fantasy 13-2

Final Fantasy XIII war vielen zu linear, monoton oder anspruchslos. Selbst die Entwickler gestanden im Nachhinein Versäumnisse ein und gelobten mit Final Fantasy XIII-2 Besserung. Mittlerweile ist die Fortsetzung erhältlich – ist der Versuch einer Wiedergutmachung geglückt?

© Square Enix / Square Enix

Hege und Pflege

Durch Monsterzucht lässt sich die Gruppe individuell verstärken.
Durch Monsterfang und -zucht lässt sich die Gruppe individuell verstärken. © 4P/Screenshot
Sowohl Monster als auch Heldenduo lassen sich individuell trainieren. Während Serah und Noel mit Erfahrungspunkte immer wieder neue Rollenboni und -fertigkeiten freischalten, füttert man ihren tierischen Begleitern einfach spezielle Beutestücke, um ihre Entwicklung voranzutreiben. Darüber hinaus kann man seine Gefolgschaft auch miteinander kreuzen oder ihnen dekorativen, aber nutzlosen Schnickschnack anlegen. Schmuck und Waffen der beiden Protagonisten haben hingegen auch innere Werte.

Wer will, kann auch überall auf Schatzsuche gehen, was sich wesentlich anspruchsvoller gestaltet als im Vorgänger, da es nun auch getarnte, geschützte oder außer Reichweite befindliche Schatzkisten gibt. Um trotzdem an ihre Inhalte zu gelangen, ist man auf die Hilfe von Mogry-Begleiter Mog angewiesen, der nicht nur Unsichtbares sichtbar machen kann, sondern sich auch an die entlegendsten Orte schleudern lässt. Und werfen will man den nervigen Plüschvogel des Öfteren – vor allem in dorniges Gestrüpp oder bodenlose Abgründe. Nur Krächzhändlerin Chocolina würde man noch lieber zum Schweigen bringen.

Höhen und Tiefen

Auch der Soundtrack präsentiert sich einmal mehr recht durchwachsen: Neben wirklich stimmungsvollen Kompositionen, die perfekt zur jeweiligen Situation oder Kulisse passen, muss man auch immer wieder unsäglich ermüdendes Fahrstuhlgedudel oder völlig
Händlerin Chocolina geht einem mit ihrem Gekrächze schnell auf die Nerven.
Händlerin Chocolina geht einem mit ihrem Gekrächze schnell auf die Nerven. © 4P/Screenshot
unpassende Heavy Metal-Klänge ertragen, die sich auch noch innerhalb kürzester Zeit ständig wiederholen. Lob verdient hingegen die Tatsache, dass wirklich jede noch so unbedeutende Dialogzeile vertont wurde. Auch die deutsche Lokalisierung macht wieder eine gute Figur.

Bei den Zwischensequenzen hat man sich hingegen etwas zurückgenommen und versucht möglichst viel direkt in Spielgrafik darzustellen. Aufwändige Renderszenen gibt es nur noch selten, weshalb die Xbox-Fassung sogar auf eine DVD passt, während der Vorgänger noch drei Silberlinge belegte. Nennenswerte Versionsunterschiede gibt es aber auch dieses Mal nicht – Ladezeiten und Ruckler können auf beiden Plattformen nerven und der jeweilige Freischaltkram hält sich ebenfalls die Waage. Wird ein Final Fantasy XIII-Spielstand erkannt, gibt’s sogar noch ein paar zusätzliche Extras wie Bonusbildchen und Monsterkostüme. Selbst eine Facebook-Anbindung für besonders Mitteilungsbedürftige wurde noch pünktlich zum Release ins Spiel gepatcht…